Schleichweg





Ich hab mein Schleichweg, mit dem man schleichend, schlendernd durch die Zeit geht.
Egal wie lang, denn ich komm immer an meinem Ziel an.

Ob sie mir Steine in den Weg warfen und mich manchmal sogar trafen.
Ich nahm mir diesen Stein, er war mutterseelenallein.
Doch mit ihm hatte ich den Grund als Stein, für mein Eigenheim.

Ich hab mein Schleichweg, mit dem man schleichend, schlendernd durch die Zeit geht.
Egal wieso, denn ich bin lebensfroh, steh auf Risiko und bin auch manchmal echt farbenfroh.

Ich hör der Kuh beim Mähen des Rasens zu oder auch dem Wasser unter nem Kanu.
Ich trag im Winter Handschuh und im Sommer in meiner Hand die Schuh.

Ich hab mein Schleichweg, mit dem man schleichend, schlendernd durch die Zeit geht.
Egal wohin, denn ich bin immer mitten drin.

Ob ich am Ende des Weges in meinem Schloss steh oder nur mit meiner besten Freundin in ein Schwulencafé geh.

Ich hab mein Schleichweg, mit dem man schleichend, schlendernd durch die Zeit geht.
Egal mit was, ich weiß, dass ich nicht so viel verpass.

Ich denk viel mehr nach. Ob er meine Sicht verdreht, weil sich mein Gedanke, auf ihm, langsam legt.
Oder ob ich wieder an dich denke und ich meinen Kopf dann somit wieder verschenke.

Ich bin angekommen, nicht am Ziel, aber bei dir und das kann man ja mal ausprobieren..

Ann-Christin Stephan, 2015