Hommage an all die Bücher





Manchmal fragten sie mich, wohin ich denn gehe,
doch ich lächelte nur ehe ich mich, geschwind und leise auf meine Weise in die Welten stahl.

Ich wünsche jedem solche Welten und ihre ganz eigenen Helden ohne Macht und Gewalt,
eine Welt in Frieden halt.

Und ja es ist kindisch und die Welt musste untergehen, während die Sieger diesmal besiegten
und ein Kater sein Heim verließ, um ein neues Clanleben zu leben.
Während ein Kommunist Aschenbecher klaute und ein weißes Känguru in der Nacht
in fremde Welten tauchte.

Ich eroberte die Welt als Kerl und als Huhn, sah Feindinnen zu Hexen werden.
Und Hexen reiten, während ich auf Festus ritt und mit Blackjacks Hilfe das Empire State Building
zum blauen Leuchten brachte.

Ich sah Mädchen Gewichtheber stemmen, besuchte mit einem Gespenst neue Freunde
und sah Raben wieder zu Jungen werden.

Ich sah wie Blumen beinahe Leben zerstörten und lernte von Hora und Emma die Zeit lieben.
Während ein Missverständnis eine Fehde am Grabe zerstörte.

Ich beobachtete mit Trevor die Sterne an der Decke
und pflanzte die Straßenlaterne mitten in den Wald.
Und der Tod warb um ein Mädchen – und gewann es vielleicht,
ein Vampire verschenkte rote Schuhe und eine Dampflock siegte.

Ich ließ mir von Jane Liebesgeschichten zeigen und sah auch Vampire glitzern.
Ich lernte Elben und Estel kennen und einen Buchling,
und bekam keinen Rosengarten versprochen, während der Eine verloren ging.
Und hörte Geschichten von einer Rose, die an ihren Prinzen schrieb.
Sah wie sich eine Eule sich aus der Gefangenschaft erhebt.

Ich lief auf der Metro und hatte 13 ½ leben.
Ich lernte fliegen und half einem Bären zur Biene zu werden.
Und ich suchte das Tal und verschob Gedanken auf morgen. Während in meiner Stadt das Morden begann.
Seit sechzig Jahren gelogen, aus Angst vor einer wütenden Horde.
Und erlebte eine Trennung, ganz ohne Worte dabei lernte ich fliegen, wurde zur Märchenfigur
und hatte eine Katze, die irgendwie doch Spiegel war
und das Kind eines Engel wurde der Liebe gewahr, während eine Kuh angelte.

Und ich fand diese Welten nicht, ich machte daraus meine
und formte um und schrieb und wurde schließlich zu dem, was meine.
Zu sein.

Und ich bin, was ich bin und leb in mehr als einer Welt,
weil es auch wenn es schwierig ist, mir so gefällt.

Doch ich wandel mich noch immer, wenn auch nicht mehr so schnell und es ist gut und richtig,
denn Veränderungen sind das, was ich will,
weil das Leben keine Pause Taste hat
und sich die Welt nun einmal täglich einmal um sich selbst dreht.

Die Zukunft die wartet nicht und holt uns niemals ein,
wir jagen ihr hinterher und meinen glücklich zu sein.

Fangen Träume wie Rauch mit den Handflächen ein und wundern uns,
warum wir nichts fangen.
Warum wir nicht passen und was das alles neues ist.

Unsere Kerninstanz bleibt gleich, und niemand kann das ändern und es ist gut so,
denn nur so wird die Vielfalt niemals enden.

Ich will ein kunterbunt und ein bisschen was von allen und ich habe es satt,
das wir allen gefallen.
Sollen nicht wir unsere Wege selber gehen, statt brav bei Mami und Papi an der Hand zu gehen.

Wer Fahrrad fahren will muss fallen lernen um zu wissen wie das ist
und je öfter wir fallen, desto seltener ist es.
Denn es tut dann weniger weh und ist bloß ein kleiner Sturz
und der Tänzer wird immer tanzen und niemals zum Chirurg.

Und der Schreiber wird schreiben und fragen statt amen zu sagen.
Denn fragen beflügelt unsere Phantasie
und alleine zu fragen ist schon Philosophie.

Und ich bin, was ich bin und ich lebe in mehr als einer Welt,
weil es auch, wenn es schwierig ist, mir so gefällt.

Ich bin ein kleiner Irrelefant, der so gut es geht dagegen angeht.
Und manchmal auch ein Schwarzleser, weil es mir ans Herz geht,
weil ich Zeit brauche um zu kritisieren und zu loben,
mehr als ein „wow cooles Kap. schreib schnell weiter“ zu posten.

Und ich bin ein Deichpoet, schreibe das, was ich will.
Frage das, was ich will und streite mich nicht gern, weil ich dann immer wein‘,
bin oft zu schüchtern, um eine neue Freundin zu sein.
Das Chaos liebt mich, und macht sich immer bei mir breit
und gibt nichts auf klagen, was mich nicht vom Aufräumen befreit.

Etwas Ordnung muss sein, damit die Gedanken nicht kreisen,
was bringt es denn, wenn sie ewig um ein und dieselbe Sachen gleiten.

Und ich bin, was ich bin und leb in mehr als einer Welt,
weil es auch wenn es schwierig ist, mir so gefällt.

Ich stimme für das Leben und gegen das Beklagen,
hab es satt, mich im Kreis zu drehen und dabei doch nur mich selbst zu verlieren.

Und ich bin, wie ich bin und leb irgendwie in mehr als einer Welt,
weil es auch wenn es schwierig ist, mir so gefällt.

Sophie Landau, 2016