Geisterbahn





Es war Nacht und ich war im Dunkeln,
die Wände bedrohlich am Funkeln.
Ich wusst' nicht, wo ich war.
Oder gar,
was geschah,
also lief ich einfach weiter.
Leise, wie kein Zweiter.
Mir war mulmig im Bauch.
Roch ich da etwa Rauch?
Wo war ich gelandet,
wo zur Hölle gestrandet?

Schwankender Boden,
wo ist unten, wo ist oben?
Durch fiese Methoden
in den Abgrund geschoben.
Was soll ich jetzt bloß machen?
Böse Menschen machen Sachen
und während lautem Krachen,
höre ich leise Menschen lachen.

Dann viel ich langsam um,
fühl' mich dumm.
Wollte endlich fliehen,
nachvollziehen
wo ich bin
im Wahnsinn.

Vor mir eine große Gestalt,
es lachen durch die Gänge schallt,
seine Peitsche an den Wänden widerhallt.
Ich gehe, ich laufe, ich renne, ich flieh'
vor der Höllenmaschinerie.

Ich renne in die Finsternis,
Und kurz bevor die Hoffnung riss,
schon lange sagt' ich Abschiedsworte,
doch plötzlich öffnete sich eine Pforte,
durch die ich rannte,
meine Lunge brannte.
Unter Verfolgungswahn
verließ ich sie, die Geisterbahn.
So war ich raus
im Gegensatz zu einigen Unfreiwilligen,
die ihr Leben verteidigen,
aus dem Höllenhaus.

Max-Ole Essen, 2016